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Professor Dr
Lothar Thomas
Kirschbaumweg 8, 60489 Frankfurt
E-mail: th-books@t-online.de
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Die Ver�ffentlichungen �ber kritische Laborergebnisse, die
dringend dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden m�ssen, da sie der
Indikator einer kritischen oder gar lebensbedrohenden
Krankheitssituation sind, stammen vorwiegend aus den 70er Jahren.
In der Zwischenzeit wurden viele Labormethoden verbessert, neue
Me�gr��en sind hinzugekommen und auch in der Beurtei-lung und
Behandlung von Krankheiten sind �nderungen eingetreten. Unter
diesen Pr�missen hat J.G. Kost im Auftrage der American Medical
Association eine Umfrage zu kritischen Me�gr��en in den USA in 1990
und Horwanitz in 2002 ver�ffentlicht. Auch das dort genannte
Spektrum kri-tischer Me�gr��en ist schon wieder
�berarbeitungs-bed�rftig. Au�erdem tr�gt es nicht allen Belangen
der Breite unseres Faches Laboratoriumsmedizin Rechnung. Deshalb
habe ich ein neu-es Spektrum qualitativer und quantitativer
Me�gr��en erstellt. Ich w�rde mich freuen, von Ihnen Anregungen zu
erhalten, welche Me�gr��en erg�nzt oder gestrichen werden sollten,
ob die Grenzbereiche stimmen und ob �nderungen unter den Hinweisen
erfolgen sollten.
Quantitative Laborergebnisse im Blut und den extravaskul�ren
K�rperfl�ssigkeiten sind Indikatoren, z.B. f�r Organerkrankungen,
Stoffwechselleiden, Erkrankungen des h�matopoetischen Systems,
St�rungen der H�mostase und des endokrinen Systems, Aktivierung
oder Insuffizienz des Immunsystems, Entz�ndung, Infektion und
Autoimmungeschehen.
Die hohe Nachweisempfindlichkeit, der weite
Me�bereich, eine gute bis akzeptable Pr�zision und Richtigkeit
erlauben die Bestimmung von Me�gr��en im Blut in
Konzentrationsbereichen, die anzeigen, da� der Patient sich in
akuter Gefahr befindet oder gar eine Gefahr f�r andere ist. Solche
Ergebnisse bed�rfen der sofortigen Mitteilung des behandelnden
Arztes durch das Labor. Dazu mu� eine Abstimmung zwischen dem
behandelnden Arzt und dem Labor bestehen, ab welchen kritischen
Ergebnissen er informiert werden m�chte. Die Auswahl der Me�gr��en
und die kritischen Grenzwerte sind im wesentlichen abh�ngig von der
Pr�valenz mit der Erkrankungen in einer Klinik oder Praxis zu
erwarten sind.
Das Labor sollte ein kritisches Ergebnis erst
dann dem behandelnden Arzt mitteilen, wenn es durch eine zweite
Bestimmung aus der gleichen Probe best�tigt wurde.
Die Ermittlung des Laborergebnisses sollte
durch eine kompetente Person des Labors erfolgen (Laborarzt,
Klinischer Chemiker, Leitende MTA), die das Ergebnis mit dem
behandelnden Arzt bespricht. Denn Einflu�gr��en und St�rfaktoren in
der pr�analytischen Phase, z.B. Probennahmen aus einem nicht
gesp�lten Venenkatheter, durch den eine Infusion geh�ngt war,
sind nicht selten eine Ursache, durch die kritische Grenzwerte nur
vorget�uscht werden. Solche F�lle werden meist durch Untersuchung
einer weiteren ordnungsgem�� entnommenen Probe gekl�rt.
Die angegebenen Me�gr��en und Grenzwerte sind
teilweise aus Lit /1/ entnommen. Die anderen resultierten aus einer
25j�hrigen Erfahrung als Arzt f�r Laboratoriumsmedizin im
Krankenhaus.
Literatur
Kost GJ. Critical limits for urgent clinician
notification at US medical centers. JAMA 1990; 263: 704-7.
Horwanitz PJ, Steindel SJ, Heard NV.
Laboratory critical values policies and procedures. A College of
American Pathologists Q-probes study in 623 institutions. Arch
Pathol Lab Med 2002; 126: 663-9.
Tab. 3 Quantitative Werte im Blut von Neugeborenen, die nach
Best�tigung durch Wiederholungsmessung aus der gleichen Probe,
sofort dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden m�ssen.
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